Leute vor meiner Kamera – Katja May
Anders als Ende 2019 mit dem ersten Video von und mit Uta Platzek von Look Freiburg geplant, wurde die Serie bedingt durch Corona unterbrochen. Der Lockdown hatte sich mehr oder weniger auch hier ausgewirkt. Nun ist es Juli 2020, wir haben jetzt Sommer und langsam beginnt das Leben wieder allenthalben, wenn auch noch mit Beschränkungen. Shootings im Studio waren eine zeitlang gar nicht möglich und wenn dann nur mit starken Einschränkungen. Spass geht wirklich anders. Aber es gibt ja unsere Hygienerichtlinien.
Apropos, dass Portraitshootings – auch wenn es ums Business geht, Freude machen können, davon erzählt hier Katja May, Eventmanagerin bei Spielplan4 aus Freiburg. Mit diesem kurzen Feature startet die Reihe nun wieder. Wie schon erwähnt, gibts die Videos in loser Reihenfolge. Es werden Menschen aus den unterschiedlichsten Bereichen zu Wort kommen. Was sie zu erzählen haben? Darauf freue ich mich auch schon und bin gespannt.
Das alles „stimmt“, dafür braucht es natürlich bei jeder Produktion eine gute Vorbereitung. Auch in Zeiten von digital und Photoshop ist dies das A und O. Der Zeitpunkt, wenn der Auslöser gedrückt wird ist nur ein kleiner Teil dessen was ein Shooting ausmacht. Das Bild, d.h. das Konzept entsteht schon lange vorher im Kopf. Dabei spielt es gar keine Rolle, um was für eine Produktion es sich dreht. Ob Portrait, Lifestyle, Business oder Corporate und Industrial, der Fokus ist das Ergebnis. Wie so ein Shooting einschliesslich der Vorbereitungen abläuft, das erfahrt Ihr HIER
Und zu den BusinessPortraits gehts HIER
<Werbung>
Behind the Scene – Business Portraits
1 Business Portrait Shooting
3 Stunden Shooting incl. Anprobe und MakeUp/Hair
1 Outfit
1 Visagistin
100 Bilder aus einer Serie von 176 Aufnahmen zur Auswahl
3 bearbeitete Portraits
So lässt sich die Businessportrait Fotosession mit und für Petra Buchanan, Heilpraktikerin mit eigener Praxis für Funktionelle Medizin in Freiburg zusammenfassen. Dahinter ist jedoch viel mehr. Die Zusammenarbeit mit Frau Buchanan ist ein gelungenes Beispiel dafür, wie gute Portraitfotografie im Bereich Business gelingt. Das Ergebnis erscheint so einfach. Dahinter steckt jedoch eine perfekte Vorbereitung mit Fokusierung auf das Ergebnis, d.h. auf die Bildaussage.
Authentische Sichtbarkeit
Im Allgemeinen war es schon immer so. Um sichtbar zu werden, muss ich mich zeigen. Gelang das ehedem über einen persönlichen Besuch, Versenden eines Flyers oder einer Unternehmensbroschüre, so treffen wir in Zeiten des digitalen Wandels auf neue An- und Herausforderungen. Mein Kunde, Klient oder in diesem Fall Patient informiert sich online über die verschiedenen Angebote und Möglichkeiten. Er vergleicht und wägt ab. Die visuelle Ansprache meiner Website, meiner Bilder über das Unternehmen, gegebenenfalls über mein Team, auf jeden Fall über mich lassen ihn erste Entscheidungen und Abwägungen treffen. Wie authentisch ist dass was er geboten bekommt? Egal, ob Website oder Social Media, wir alle möchten auch Ecken und Kanten sehen. Mein persönlicher Eindruck bei vielen Businessbildern ist, dass immer noch zu wenig auf Ausdruck und zuviel auf den „schönen Schein“ geschaut wird. Demnach sind viele „Posings“ auch sehr einfallslos und beschränken sich auf das Armeverschränken. Wo ist der Mut zu etwas mehr?
Wie gehts los?
Portraits im Allgemeinen und Businessportraits im besonderen bedürfen immer einer guten Planung. Für mich ist es fast ein „no go“, ohne Visagistin zu arbeiten. Deshalb gehört dieser Punkt beim ersten Gespräch auch ganz oben auf die Agenda. Im weiteren Austausch wird dann die Auswahl der Kleidung besprochen. In erster Linie sollte angezogen werden, was einem selbst gefällt, worin man sich wohl fühlt und was gut zur Gesamtaussage passt. Typgerechtes Smart Casual eignet sich für einen salopperen Auftritt in Social Media. Oder doch Kostüm, Kleid oder Anzug für den etwas förmlicheren? Grundsätzlich ist es empfehlenswert, immer mehrere Outfits und Kombinationen auszuwählen und beim Shooting dabei zuhaben. Ja, ich weiss, das Meiste wandert unbenutzt wieder in den Koffer zurück :D Aber es gibt das aber … nicht zu vergessen die Schuhe, Schmuck Accessoires usw. … ja es ist wichtig und ja es ist Aufwand und ja, es lohnt sich.
Also, wie läuft so eine Vorbereitung ab? Das hängt ganz vom Umfang, dem Ziel und dem Zweck des Ergebnisses ab. Mit eine der wichtigsten Fragen ist die nach Location oder Studio. Sollen das oder die Bilder in ein bereits vorhandenes CI-Design eingepasst werden? Gemeinsam stimmen wir uns über die zu Verfügung stehenden Möglichkeiten ab. Um nichts dem Zufall zu überlassen gibts für alles Wichtiges eine gemeinsame ToDo-List.
Was ist DER herausragende Punkt, der für das Ergebnis wichtig ist?
Zeit!
Bringen Sie, bringt Ihr davon soviel mit wie es geht. Mit anderen Worten, Keine Termine vor dem Termin und ein genügend großer Puffer danach. Nur Profimodels stehen jeden Tag vor der Kamera und selbst die sind bisweilen nervös. Ich weiss das und ich weiss auch auch, wie es ist vor der Kamera zu stehen, aus eigener Erfahrung. Also, kein Druck.
… und jetzt: das Shooting
Das Shooting selbst beginnt mit der Wahl des Outfits gefolgt vom Styling durch die Visagistin – auch bei Männern ;-) Bisweilen unterhalten wir uns dabei und kommen langsam in den Flow. Das Set ist schon eingeleuchtet. Wenn die Visagistin fertig ist, folgt erste Probebilder für Licht und Makeup.
Alles gut? Dann gehts los. Nein…, nicht so schnell, ein paar Ein- und Anweisungen gibts noch für die Kommunikation. Aber dann. Wir shooten die ersten Bilder und … ein Hoch auf das Digitale, können wie uns diese auch gleich anschauen. Erste Korrekturen erfolgen. Ja, es sind ziemlich viele auf den ersten Blick ähnliche Bilder. Der Schein trügt. Es reicht schon eine leichte Bewegung oder etwas mehr Körperspannung und die Hände sprechen zu lassen, um zu einer passenden Aussage zu kommen.
Recht schnell konnte sich Petra Buchanan vor der Kamera einfinden und einlassen. Dazu hat auch meine Visagistin Lilia Wiesner beigetragen. Gemeinsam haben wir konzentriert auf das Ergebnis hingearbeitet. Das ausgesuchte Portrait ist mittlerweile auf der Website von Frau Buchanan zu sehen. Übrigens: Ein sehr interessanter Bereich, in dem sie arbeitet. Schauen Sie, schaut Ihr doch mal rein www.praxis321.de
Und die Credits gehen an Lilia Wiesner Visagistin MakeUp/Hair
Die (Neu)Erfindung des Rades – Trivida
Wie es begann
Die Wurst hat zwei Enden. Weihnachten ist am 24ten Dezember. So ist es. … Und das Rad ist rund. Bis jetzt. Ein paar Leute aus dem Südwesten Deutschlands haben es nun neu erfunden. Es ist eine kleine Revolution und gibt Menschen im Rollstuhl ganz neue Freiheiten und sehr viel Selbstständigkeit in Ihrem Leben zurück.
Was ist das Geheimnis dieser Innovation? Äusserlich sehr simple, den das Rad ist sichtbar in drei Segmente aufgeteilt, welche jedes für sich abnehmen lassen. Dadurch wird es recht einfach möglich, ohne Hilfe zum Beispiel auf ein Sessel bzw. Stuhl zu wechseln oder ins Auto einsteigen zu können. Wie das genau funktioniert und was daran so bahnbrechend ist? Das erfahrt Ihr auf der Internetseite von Trivida, dem Brand und Hersteller dieser Neuheit.
Es war eine lange Entwicklungszeit, die diese Erfindung hinter sich hat. Wie es dazu kam, darüber berichtet Christian Czapek (Xing-Profil). Der jahrelange Prozess begann im markgräflichen Staufen damit, dass sein Bruder eines Tages auf den Rollstuhl angewiesen war. Ein Treffen Anfang 2019 mit dem Inhaber der P+L Innovations GmbH sollte dann die Markteinführung wortwörtlich sehr schnell ins Rollen bringen.
Bereits im Herbst des gleichen Jahres ging es an die Vorbereitung der Vermarktung dieses neuen Rollstuhlrades. Als Markenbotschafterin wurde die Spitzensportlerin und Welt-Champion im Bahnradfahren, Kristina Vogel mit ins Boot geholt. Selbst seit einem Jahr im Rollstuhl wegen eines Trainingsunfalls sitzend, ist sie Teil des Teams und trägt zur Weiterentwicklung dieses Produktes bei.
Shooting und Dreh mit Kristina Vogel
Anfang Dezember war es dann auch für uns soweit. Für den umfangreichen Werbe- und Markenauftritt begann die Foto- und Filmproduktion mit Kristina im Universitäts-Herzzentrum Freiburg in Bad Krozingen. Vorangegangen sind intensive Vorbereitungen für Dreh (mit Christian Friedle von digital works) und Shooting. Am ersten Tag waren wir on Location. Am Darauffolgenden trafen wir uns dann im Studio, um mit hoher Konzentration und viel Spass die Bilder mit Kristina und dem Team „in den Kasten“ zu bringen. Mit diesem ersten Produktionsteil war der Auftakt für die Weiteren absolviert.
Foto- und Filmproduktion Teil 2
Nun ging es an die Organisation des zweiten Teil dieser aufwendigen Produktion. Es galt eine Location zu finden, in der wir unsere Motivvorstellungen umsetzen konnten. Ein Fertighaus in Gundelfingen bei Freiburg des Unternehmens Allkauf erwies sich als sehr passend. Doch noch hatten wir nicht unsere Testimonials beieinander. Es war Vorweihnachtszeit, was uns die Sache nicht unbedingt leichter machte. Sozusagen von der Strasse weg fanden wir Kevin E., der sofort mit dabei war. Auch ein Supermarktbesuch erwies sich als sehr hilfreich. Es ist vielleicht ungewöhnlich für den einen oder anderen, beim Aussuchen der Marmelade als „Model entdeckt“ zu werden. Unser Gregor L. hatte damit kein Problem ;-)
Das Neue Jahr war erst zwei Wochen alt, als wir uns zum zweiten Teil der Film- und Fotoproduktion mit den Testimonials wieder im Herzzentrum in Bad Krozingen und am zweiten Tag im besagten Allkauf Fertighaus getroffen haben. Mit Hilfe von Stylistin Kerstin Robin wurde dieses nun einmal von links auf rechts gedreht und mit passenden Requisiten ausgestattet sowie unsere „Models“ eingekleidet. Natürlich haben wir am Ende des Produktionstages wieder alles „resetted“. Das Haus sah danach sogar besser aus als vor unserem Besuch, wie uns Philipp Sahr von Allkauf bestätigte ;-) An dieser Stelle ihm nochmal einen herzlichen Dank für den Support!
Das Rad in Szene gesetzt – die Produktaufnahmen im Studio
Jetzt standen noch die Produktaufnahmen im Studio an. Wir wussten, die Zeit läuft. Für den 13.2.2020 war die Vorstellung in Bad Krozingen mit zahlreichen Vertretern von Presse, Wirtschaft und Gesundheitswesen anberaumt. Der Termin für den letzten Teil der Fotoaufnahmen war gesetzt und musste dann doch nochmal verschoben werden. So ist es halt, wenn ein neuer Markenauftritt an den Start geht. Aber als Profis sind wir flexibel und auf alle Unwägbarkeiten vorbereitet. Entsprechende Ausweichtermine wurden schon vorher optioniert.
Dann, am 24.1. und 25.1.2020 war es soweit. Zwei Tage waren wir beschäftigt, das Rad wirkungsvoll in Szene zu setzen. Wir haben es geschafft. Die Ergebnisse können sich sehen lassen. Am Ende können wir sagen, was für ein toller Job. Uns hat es wirklich große Freude gemacht. Wir sind stolz darauf, mit einen Teil dazu beigetragen zu haben, dass diese Innovation in die Welt getragen werden kann und damit vielen Menschen eine Menge Lebensqualität wieder gibt.
Das Fototeam bestand aus
Dominik Probst – Assistenz, Produktionsrunner, Mann fürs Grobe und Feine bei der gesamten Fotoproduktion
Kasia Vintrici – MakeUp/Hair Produktion mit Kristina Vogel
Michaela Ioannidou MakeUp/Hair Produktion mit Testimonials
Kerstin Robin Styling Produktion mit Testimonials, verantwortlich für Requsiten am Set und Einkleidung der Testimonials
Christian Friedle von Digital Works hat mit seinen Assistenten den Film zum Auftritt produziert, zu finden auf der Website von Trivida
Der Link zum Film trivida – So geht Barrierefrei!
Hier gibts ein Making of Video unserer Produktion
Trivivda Links:
Kristina Vogel Instagram
Für den gesamten Auftritt und die Kampagne verantwortlich zeichnen sich die Agentur Core-Communication mit Harriet Corcordel und Sausan Harchicho
Trivida ist eine eingetragene Marke der P+L Innovations GmbH
<Dieser BlogPost könnte Werbung sein, spricht aber nur für sich>
Grand Vide
Lange angekündigt, jetzt als Website online, mein Projekt Grand Vide. In „bonjour tristesse“ wird die Geschichte der kurzen amourösen Begegnung zweier Menschen in einem mondänen Badeort an der nordfranzösischen Atlantikküste in Bildern erzählt.
Trouville und Deauville, einst Hotspot der internationalen Hautevolee, strahlen immer noch den Charme vergangener Zeiten aus. Irgendwie scheint alles ein bisschen aus der Zeit gefallen. Die stete Gleichmässigkeit von Ebbe und Flut bestimmen in ihrer sonoren Gemächlichkeit das Leben der Menschen hier. Selbst die Pferde in den Hippdromen La Touques und Clairfontaine sind müssig unaufgeregt. Kommt man von Paris her, egal mit welchem Transportmittel, wird man unweigerlich aus der Hektik des Alltags herausgerissen und verfällt dem pittoresken Flair.
Das Rauschen des Meers, das allzeit präsente Gekrächze der Möwen, ab und zu unterbrochen von unwirklich scheinenden Gesprächslauten vom Strand hoch kommend. Ein Fischkutter bahnt sich seinen Weg durch den Hafen. Autos hupen. Menschen flanieren. Es ist Markt. Das Licht ist mild. Es ist das Gleiche, welches schon unzählige Maler inspirierte. Peter Lindbergh hat Tatjana Patitz darin fotografiert. Und letztlich hat es mich fasziniert und mitgenommen.
Über allem schwebt in der Luft dieses Lied von Charles Trenet – „La Mer“.
Der Weg von der Idee bis zur Realisierung dieses Projekts hat eine Weile gedauert. Es war ein Zufall, der mich zum ersten Mal nach einem langen Wochenende in Paris nach Deauville führte. Ich wollte einfach nur ans Meer und stand auf einmal an dem Strand, an dem sich einst Film- und Showgrößen ihr Stelldichein gaben. Das diffuse Licht, in welches die Szenerie eintauchte, nahm mich gefangen. Die Begegnung mit Peter Lindbergh tat ihr übriges. Es entwickelte sich die Idee zu Grand Vide, deren Umsetzung von den Leitlinien von DOGMA95 inspiriert wurde. Diesen folgend formulierte ich meine Eigenen für die Fotografie. Als massgebliches Medium lag Analog im KB-Format auf der Hand. Hier bei „bonjour tristesse“ habe ich nur mit s/w-Material gearbeitet. Ergänzt wurde dies mit farbigen Bildern, digital fotografiert, den aufgestellten Regeln nachkommend.
Die Geschichte einer kurzen Liebesbeziehung entwickelte sich nach und nach. Bewusst habe ich die „Ich“-Perspektive gewählt, um größtmögliche Intimität zu erzeugen. Mir war klar, dass als Protagonistin im Zusammenhang mit einer dreitätigen quasi 24h/24 Produktion dies die Auswahl hierfür deutlich einschränkte. Letztlich war es ein glücklicher Umstand, dass durch den Ausfall eines anderen Models meine Wahl auf Linda fiel, wobei es war mehr Bestimmung. Ich bin mir sicher, es sollte so sein. Linda hat sich in die Rolle voll umfänglich eingefügt. Gegenseitiges Vertrauen war eine der Grundlagen dafür. Mit Katharina Kulm fand sich dann recht kurzfristig die Visagistin. Ich bin sehr dankbar dafür, dass sie sich der Herausforderung gestellt hatte. Auch wenn wir stressige Tage hatten, war die Zusammenarbeit sehr angenehm.
Nach „bonjour tristesse“ sind weitere Stories geplant. Über allem stehen die Leitlinien des communiqué. Grand Vide bildet hierfür die Plattform.
Une Hommage à Peter Lindbergh
Bonjour petite tristesse
Es ist nun schon etwas her, diese Tage in Trouville und Deauville. Drei waren es, um genau zu sein. Und immer noch ist das Entrücken präsent. Die Zeit im Hotel und am Strand, dazu die Musik von Charles Tränet. Das Meer, das Licht, die lachenden Stimmen der spielenden Kinder und Rufe der Mütter, das sanfte immer presente Rauschen der Brandung des Atlantik, es ist da. Wer einmal an diesem Ort war, geht im Geiste nicht mehr fort.
Einer der größten Fotografen unserer Zeit, Peter Lindbergh, war dort immer wieder anzutreffen. Damals Ende der 80er und Anfang der 90er des letzten Jahrhunderts, der Zeit der Supermodels, begann es. Er liebte die Atmosphäre. Hier entstanden die ersten Aufnahmen mit Tatjana Patitz, wurden Modestrecken für alle grossen Modemagazine fotografiert. Sein Tod hinterlässt bei mir eine gewisse Wehmut. War er, nein er ist immer ein Vorbild für mich gewesen und wird es weiter sein. Seine Bilder sind authentisch und haben mich inspiriert. Peter Lindbergh war nicht nur Fotograf, er war Mensch, vielleicht war er ab und zu etwas durchgeknallt, aber mit Erdung.
Das mein eigenes Projekt lange brauchte, hat jetzt seinen Sinn. Es sollte nicht früher sein, sondern jetzt. Die Idee greift die Leitlinien von DOGMA95 auf und setzt diese in die Fotografie um. Gearbeitet wurde vorwiegend mit analogem schwarz/weiss Filmmaterial (KB). Entstanden ist eine Geschichte, une petite histoire d’amour mit einer Hommage an Peter Lindbergh. Es war eine Passion von ihm, rauchende Frauen zu fotografieren. Vor mir liegt dieses Portfolio „Smoking Women“. Es sind Bilder voller Innigkeit und sehr nahbar, nicht inszeniert. Sie zeigen keine Models, sie zeigen Frauen, die in sich ruhen, selbst wenn sie bewegt erscheinen. Gerade dies macht sie so anziehend, gerade deshalb wird man vom Betrachten gefangen.
Der zweite Tag, wir waren im Hotel. Nachmittags, die Fenster standen offen, man hörte sanft das Meer und mehr noch die Möwen. Linda hatte es sich bequem gemacht und stand an der Brüstung des kleinen Balkons des Zimmers. Sie rauchte und tat es mit lasziver Intensität. Genoss den Moment. Die Zeit nahm sich Zeit. Ich fotografierte sie einfach. Jetzt ergibt alles einen Sinn. Es war nicht geplant, nicht arrangiert und doch ist diese Aufnahme entstanden im Gedanken an einen der emphatischsten Persönlichkeiten. Damals wusste ich es nicht. Danke Peter!
Das Projekt Grand Vide wird in Kürze veröffentlicht.























